NACH BUER

Mit der Eröffnung der Straßenbahnstrecke von Buer Rathaus nach Hassel entstand in Buer ein Inselbetrieb. Für den Ausbau des Straßenbahnnetzes im Kreis Recklinghausen war Der Betrieb in Buer jedoch als Bindeglied zwischen dem von Herten ausgehenden Ostnetz und dem von Bottrop ausgehenden Westnetz von entscheidender Bedeutung. Deshalb musste es ein Ziel der Vestischen Kleinbahnen GmbH sein, den Betrieb in Buer trotz der Einschränkungen des Ersten Weltkrieges so schnell wie möglich an das Stammnetz anzuschließen.

Dies gelang am 24. August 1916 mit der Aufnahme des Straßenbahnverkehrs zwischen Resse und Buer Rathaus. Die landespolizeiliche Abnahme der 3,6 Kilometer langen Neubaustrecke war am Vortag erfolgt.

Mit der Betriebsaufnahme wurde die Verbindung von Buer Rathaus nach Hassel Arndstraße vom Rathaus in Buer bis Herten Mitte weitergeführt. Zeitgleich erhielt sie die neue Liniennummer 12, die damals zum ersten Mal im Netzplan der Vestischen Kleinbahnen GmbH auftauchte.

FORTSETZUNG FOLGT!

Die Verbindung von Resse nach Buer blieb fast bis zum Ende des Schienenverkehrs bei der Vestischen Straßenbahnen GmbH in Betrieb. Am 1. Oktober 1980 wurde die Linie 210 auf zwischen dem Bahnhof Buer-Nord und dem Resser Weg in Herten eingestellt.

Zwischen dem Ostring in Buer und Resser hatte die Strecke bis zum Schluss den Charakter einer Überlandbahn. Die Ausweiche „Waldschenke“ (anfangs „Börnchen“) war aufgrund des alten Baumbestandes ein beliebter Fotostandpunkt bei Sonderfahrten für Straßenbahnfreunde. Obwohl sich der 1934 abgeteufte Schacht 6 der Schachtanlage Hugo („Hugo-Ost“) in unmittelbarer Nähe befand, trug die Ausweiche immer den Namen der Gaststätte im südlich angrenzenden Gelsenkirchener Stadtwald.

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